Montag, 9. Oktober 2006
In the circle of l..anguage, baby!
Mit den Fremdwörtern in der deutschen Sprache, ist es so eine Geschichte. Jeder Zweite warnt vor Anglizismen und hat damit oft nicht ganz Unrecht. Es ist legitim ein Wort, das es in der deutschen Sprache noch nicht gibt, ganz hochoffiziell und mit viel Tamtam einzubürgern. Weitaus unsinniger ist es jedoch ein deutsches Wort (ob nun in Fach- oder Umgangssprache) kurzentschlossen durch ein ausländisches zu ersetzen. Um einen Vergleich zu bringen..
Wir befinden uns in Land X. Land X hat viele glückliche Bürger, die dort leben, arbeiten und sterben.
Wir finden zum Beispiel Bürger H. Bürger H ist ein zufriedener Bürger und er leistet dem Land gute Dienste. Eines Tages gesellt sich zu Bürger H in einer Kneipe während des wohlverdienten Feierabends Ausländer S. Er ist momentan in Land X und Bürger H und Ausländer S verstehen sich so gut, dass sie spontan beschließen Freunde zu werden. Ausländer S gefällt es in Land X sehr gut, denn hier gibt es niemand der seine Aufgaben so gut erfüllen kann wie er.
So wird aus Ausländer S nach kurzer Zeit Bürger S. Manchmal fragen Leute Bürger H auf der Straße, ob Bürger S schon immer da gewesen wäre. Dieser bejaht das.
Nach einem halben Jahr sind die beiden wieder in der Kneipe, zusammen mit ihrem Kollegen Bürger F. Da kommt jemand zur Tür herein; nennen wir ihn Ausländer F.
Ausländer F ist Bürger H und Bürger S viel sympathischer als Bürger F, der Teufel weiß warum.
Bürger F wird von Bürger H und Bürger S aus dem Freundeskreis geworfen, seine Stelle wird gekündigt und sein Posten durch Ausländer F ersetzt. Dieser arbeitet so gut, dass man ihn bald einbürgert, was nun bedeutet, dass es Bürger F zweimal gibt.
Um größere Missverständnisse vorzubeugen wirft man den alten Bürger F aus dem Land mit dem guten Rat er solle sehen, dass er Land gewinnt...
Man erzählte mir kürzlich das Phänomen des zunehmenden Anglizismengebrauchs hätte ironischerweise ein interessantes Äquivalent. In der Türkei würden zunehmend deutsche Wörter genutzt, es gäbe eine latente Neigung zur Germanisierung der türkischen Sprache.
Vielleicht sollte ich einfach in 20 Jahren in die Türkei ziehen? Da spricht man dann wenigstens noch meine Muttersprache.
Wir befinden uns in Land X. Land X hat viele glückliche Bürger, die dort leben, arbeiten und sterben.
Wir finden zum Beispiel Bürger H. Bürger H ist ein zufriedener Bürger und er leistet dem Land gute Dienste. Eines Tages gesellt sich zu Bürger H in einer Kneipe während des wohlverdienten Feierabends Ausländer S. Er ist momentan in Land X und Bürger H und Ausländer S verstehen sich so gut, dass sie spontan beschließen Freunde zu werden. Ausländer S gefällt es in Land X sehr gut, denn hier gibt es niemand der seine Aufgaben so gut erfüllen kann wie er.
So wird aus Ausländer S nach kurzer Zeit Bürger S. Manchmal fragen Leute Bürger H auf der Straße, ob Bürger S schon immer da gewesen wäre. Dieser bejaht das.
Nach einem halben Jahr sind die beiden wieder in der Kneipe, zusammen mit ihrem Kollegen Bürger F. Da kommt jemand zur Tür herein; nennen wir ihn Ausländer F.
Ausländer F ist Bürger H und Bürger S viel sympathischer als Bürger F, der Teufel weiß warum.
Bürger F wird von Bürger H und Bürger S aus dem Freundeskreis geworfen, seine Stelle wird gekündigt und sein Posten durch Ausländer F ersetzt. Dieser arbeitet so gut, dass man ihn bald einbürgert, was nun bedeutet, dass es Bürger F zweimal gibt.
Um größere Missverständnisse vorzubeugen wirft man den alten Bürger F aus dem Land mit dem guten Rat er solle sehen, dass er Land gewinnt...
Man erzählte mir kürzlich das Phänomen des zunehmenden Anglizismengebrauchs hätte ironischerweise ein interessantes Äquivalent. In der Türkei würden zunehmend deutsche Wörter genutzt, es gäbe eine latente Neigung zur Germanisierung der türkischen Sprache.
Vielleicht sollte ich einfach in 20 Jahren in die Türkei ziehen? Da spricht man dann wenigstens noch meine Muttersprache.
mordaz, 22:25h
... link (0 Kommentare) ... comment
Montag, 9. Oktober 2006
Bäibä..!
Willkommen in den wohltemperierten Nebenhöllen der deutschen Sprache.
Ein kurzes Brüllen vorneweg.
Ich werde hier aktuelle Nachrichten posten und kommentieren, Anekdoten aus meinem näheren Umfeld zum Besten geben und mich über Zornespunkte erregen. Das hier ist jedoch kein Tagebuch sondern eine handfeste (wenn möglich tägliche) Publikation, meine Thesen sind nicht bisweilen nicht ganz ernst formuliert und, nein, ich habe die Babelfischkolumnen nur ganz ganz sporadisch gelesen.
Für Fragen, Lobpreisungen oder einen Literaturnobelpreis stehe ich selbstredend gerne zur Verfügung.
Ein kurzes Brüllen vorneweg.
Ich werde hier aktuelle Nachrichten posten und kommentieren, Anekdoten aus meinem näheren Umfeld zum Besten geben und mich über Zornespunkte erregen. Das hier ist jedoch kein Tagebuch sondern eine handfeste (wenn möglich tägliche) Publikation, meine Thesen sind nicht bisweilen nicht ganz ernst formuliert und, nein, ich habe die Babelfischkolumnen nur ganz ganz sporadisch gelesen.
Für Fragen, Lobpreisungen oder einen Literaturnobelpreis stehe ich selbstredend gerne zur Verfügung.
mordaz, 01:08h
... link (0 Kommentare) ... comment
